Landwirtschaft, Natur, Umwelt Frischluftfanatiker & Schönmacher

Die Landwirtschaft unterliegt einem Wandel. Einerseits kommen modernste Maschinen und computergestützte Verfahren bei der Tierzucht und im Pflanzenbau zum Einsatz, andererseits sind Ökolandbau und erneuerbare Energien zentrale Themen. Eine wachsende Rolle spielt auch der Umweltschutzgedanke. Der Bereich Umwelttechnik beziehungsweise Naturschutz bot zuletzt interessante Perspektiven. Das berufliche Spektrum reicht von Förstern und Gärtnern über Agrarwissenschaftler bis zu Umwelttechnikingenieuren.

 

 

 

 

Weizenfeld

Profil: Gärtner arbeiten zum größten Teil unter demfreien Himmel und entwerfen Konzepte für die Bepflanzungen von städtischenPflanzkübeln oder ganzen neuen Landschaftsgärten. Dabei ist es unerlässlich, einen guten Geschmack für Farbzusammenstellungen zu haben, nach Vorgabenarbeiten zu können, im Notfall aber auch mal schnell eine Entscheidung alleintreffen zu können.

Voraussetzungen: Wer Gärtner werden möchte, sollte mindestens einen Hauptschulabschluss erreicht haben. Höhere schulische Qualifikationen verbessern die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und erleichtern die berufliche Fortbildung.

Aufstieg: Im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus gibt es zahlreiche Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, z.B. zum staatlich geprüften Wirtschafter, Meister für Gartenbau oder zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt für Gartenbau.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Profil: Floristen gestalten und verkaufen Blumen- und Pflanzenschmuck. Sie beraten Kunden, pflegen die Pflanzen im Laden und bearbeiten Bestellungen des Blumenversands.

Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss* ein.

Aufstieg: Weiterbildung zum Floristmeister, Gestalter für Blumenkunst, Wirtschafter für Floristik / Studium im Bereich Garten und Landschaftsbau / Selbständigkeit 

Duale Ausbildung 
Dauer:  3 Jahre 

Profil: Rund um die Betreuung von Tieren dreht sich der Arbeitstag eines Tierpflegers. Ob in Zoo, Tierheim oder -klinik, Forschungseinrichtung oder Zuchtbetrieb – überall benötigt man Tierpfleger, die sich mit Haltung, Ernährung, Pflege und Zucht auskennen. Man lernt das Erkennen von Krankheiten und beschäftigt sich mit Maßnahmen zum Schutz der Tiergesundheit; ebenso wie die Geburt gehört auch der Tod zum Alltag dazu. Damit muss man umgehen können. Auch Nachtschichten und Wochenendarbeiten sind unumgänglich.

Voraussetzungen: Die mittlere Reife reicht bei vielen Arbeitgebern aus, einige erwarten jedoch auch die allgemeine Hochschulreife. Die Liebe zum Tier sollte man genauso mitbringen wie Verantwortungsbewusstsein, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zu besonderen Arbeitszeiten.

Aufstieg: Nach der Ausbildung kann man sich auf spezielle Tierarten oder -haltungsformen spezialisieren, sich zum Tierpflegemeister fortbilden. Möglicherweise reizt einen auch ein Studium der Biologie oder der Tiermedizin.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Der schulische/theoretische Teil der Ausbildung wird u.a. angeboten von der Berufsschule in Brake.

Profil: Im Spiel mit den Jahreszeiten erzeugen Landwirte pflanzliche oder tierische Produkte und verkaufen diese auch. Rund um das Jahr gibt es die unterschiedlichsten Aufgaben und Herausforderungen, da man in diesem Berufszweig vom Wetter abhängig ist. Die Arbeit besteht im pflanzlichen Bereich aus Säen, Mähen, Düngen, Pflege und der Ernte. Im tierischen Bereich muss man füttern, tränken und Nutztiere pflegen sowie die Stallungen rein halten. In allen Bereichen arbeitet man mittlerweile mit technischer Unterstützung, so dass die Arbeit nicht mehr so körperlich anstrengend ist wie früher.

Voraussetzungen: Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur ist hier ein Einstieg möglich - je nachdem, wohin man sich nach der Ausbildung weiterentwickeln möchte. Wer gerne mit Tieren arbeitet, sich in der Natur und im Stall wohlfühlt, kein Problem mit Wochenendarbeit hat und gerne die Ergebnisse seiner Arbeit sehen möchte, hat möglicherweise seinen Beruf fürs Leben als Landwirt gefunden.

Aufstieg: Als Techniker, Meister oder Fachagrarwirt geht es weiter, daneben igbt es viele berufliche Qualifizierungsmöglichkeiten, auch ein Studium der Agarwissenschaft oder Agarbiologie ist nicht ausgeschlossen. 

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Der schulische/theoretische Teil der Ausbildung wird u.a. angeboten von den Berufsschulen in Wittmund und Varel.

Profil: Zucht, Versorgung und Ausbildung von Pferden sind das A und O in diesem Beruf. Aber auch das Unterrichten von Reitern in allen Disziplinen sowie die Unterweisung im Umgang mit Pferden ist ihr Metier. Dabei gibt es für den Pferdewirt fünf verschiedene Fachrichtungen: Klassische Reitausbildung, Pferdehaltung und Service, Pferderennen, Pferdezucht und Spezialreitweisen. Gearbeitet wird in Reitschulen, Ausbildungsbetrieben, Pferdepensionen, Gestüten, Deckstationen, Rennvereinen und Trainingsbetrieben.

Voraussetzungen: Nur die Liebe zum Pferd reicht leider nicht aus; mittlerweile haben Bewerber um diesen begehrten, aber auch meist körperlich anstrengenden Beruf meist die mittlere Reife, wenn nicht gar Abitur. Ein Händchen für das Fluchttier Pferd sollte auf jeden Fall dazu gehören, aber auch die Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsarbeit und frühem Arbeitsbeginn.

Aufstieg: Vom Pferdewirtschaftsmeister über Diplom-Trainer bis hin zum Studium von Pferdewissenschaften ist hier alles möglich.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Profil: Zucht, Haltung und Versorgung von Tieren sind ihre Aufgaben, Arbeit findet man in gewerblichen Tierbeständen - die Ausbildung unterteilt sich in verschiedenen Schwerpunkten, für die man sich entscheiden muss: Geflügelhaltung, Imkerei, Rinderhaltung, Schäferei und Schweinehaltung. In allen Bereichen kümmert man sich um das Wohlergehen der entsprechenden Tierart, aber auch um die Vermarktung der erzielten Produkte.

Voraussetzungen: Die meisten Bewerber um diesen Beruf haben einen Realschulabschluss, aber auch Hauptschulabschluss oder Abitur kommen vor. Natürlich sollte man mit Tieren umgehen mögen und diese von der Geburt/dem Schlupf bis zum Tod auch begleiten wollen.

Aufstieg: Hier ist vieles möglich - vom Landwirtschaftsmeister über Weiterbildungen im Bereich Landwirtschaft, auch eine Fortbildung zum Natur- und Landschaftspfleger ist ebenso möglich wie zum Wirtschafter oder Staatlich geprüften Agrarbetriebswirt. Natürlich gibt es auch passende Studiengänge.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Profil: Fischwirte züchten Fische, Krebse oder Muscheln auf. Sie fischen im Meer oder in Binnengewässern und verabeiten ihren Fang weiter. Die Ausbildung kann in zwei Fachrichtungen erfolgen: Aquakultur und Binnenfischerei sowie Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei.

Voraussetzungen: Man sollte schon einen Hang zu traditionellen Berufen haben, das Wetter und vor allem das kühle Nass nicht scheuen, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet. Notwendig ist hier ein Hauptschulabschluss; wichtig ist auch die mögliche Bereitschaft für einen Umzug, denn der Schwerpunkt Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei kann nicht im Landesinnern ausgeübt werden.

Aufstieg: Wer nach der Ausbildung in höhere Positionen aufsteigen möchte, kann sich zum Fischwirtschaftsmeister weiterbilden oder in eine Selbstständigkeit wechseln.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Profil: Forstwirte arbeiten in Forstbetrieben, aber auch Forstämtern und -verwaltungen; sie forsten Flächen auf, pflegen und schützen nicht nur Bäume, sondern auch Biotope, Moore und Gewässer. Bei der Holzernte fällen sie Bäume, entasten, entrinden und zerteile diese, aber sie kümmern sich auch um den Bau und die Unterhaltung von Waldwegen und Forststraßen. Auch die Tiere des Waldes sind ihnen ein Anliegen.

Voraussetzungen: Körperliche Arbeit steht in diesem Job an erster Stelle, deshalb ist eine gewisse Fitness unabdingbar. Wetterfestigkeit, das Gefühl für die Natur und damit einhergehend für den Werkstoff Holz sind ebenso notwendig. Schulisch gesehen identifizieren sich viele Bewerber mit mittlerer Reife, aber auch einige mit Abitur oder Hauptschulabschluss mit diesem Job.

Aufstieg: Vom Forsttechniker über den Forstwirtschaftsmeister gehen die Weiterbildungen, ebenso kommt ein Studium in Frage, z.B. der Forstwirtschaft. Mit dem Meistertitel, Berufserfahrung und Kenntnissen in Betriebswirtschaft kann man in die Selbstständigkeit starten.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Profil: Sie sind zuständig für optimale Wachstumsbedingungen verschiedener Kulturen, u.a. auch die Bewässerung und die Bodenbearbeitung. Diese Arbeiten finden meist im Labor, aber auch auf Freilandfeldern oder im Gewächshaus statt. Pflanzentechnologen entnehmen Proben und analysieren diese. Dazu gehört auch die Dokumentation des Versuchsverlaufs und die Aufbereitung von Daten für die Weiterverarbeitung.

Voraussetzungen: Auch wieder ein Beruf, der eher Menschen mit naturwissenschaftlichem Interesse bzw. Schwerpunkt geeignet ist. Wer sich also im Labor wohl fühlt und zudem noch ein Händchen für Pflanzen hat, kann mit dieser Berufswahl glücklich werden. 

Aufstieg: Wie in vielen anderen Berufen auch, gibt es hier Aufstiegsmöglichkeiten als Techniker, Meister, mit Weiterqualifizierungen oder passendem Studium.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre

Profil: Sie sind zuständig für das Überprüfen der Qualität von Milchprodukten wie Käse, Jogurt, Quark oder Sahne. Dafür führen sie Auswertungen, machen Analysen und kontrollieren das für die Produktion benötigte Wasser. Die Milch wird chemisch, physikalisch und mikrobiologisch geprüft. Auch für die Verpackungsmittel sind Milchwirtschaftliche Laboranten zuständig.

Voraussetzungen: Naturwissenschaften bestimmen diesen Beruf, außerdem müssen mathematische Fähigkeiten vorhanden sein, denn die Messergebnisse müssen richtig gedeutet werden, und Zahlen laufen einem ständig über den Weg. Außerdem trägt man in diesem Beruf viel Verantwortung. Meist fängt die Arbeit auch sehr früh an - Morgenmuffel scheiden hier also aus.

Aufstieg: Man kann Labormeister werden oder Techniker. Auch gibt es verschiedene Studiengänge im Lebensmittelbereich, die als Karriereweg in Frage kommen.

Duale Ausbildung
Dauer: 3 Jahre