Tourismus
Mit einem gastronomischen Beruf in die Welt

Tourismus bietet als wichtigster Wirtschaftszweig der Küstenregion vielfältige Ausbildungsberufe. In der Hotelanlage „Minser Seewiefken“ zeigt Carsten Neumann seinen Azubis, was den Reiz der Gastronomie ausmacht.

Kontaktfreude und Aufgeschlossenheit sind für Neumann das Wichtigste bei der Bewerbung. Nicht das Zeugnis, sondern der Mensch dahinter muss überzeugen: „Ein Restaurantfachmann oder eine Fachkraft im Gastgewerbe muss freundlich und offen auf die Gäste zugehen.“ Und der Rest? Denen könne man beibringen, ist Neumann überzeugt. Einzig das Rechnen sollten Bewerber mitbringen –souverän mit Rechnungen und Belegen umgehen zu können gehöre zum Tagesgeschäft.

Im Vorfeld ein Praktikum zu absolvieren kann zeigen, ob der Beruf das Richtige ist. Auch Sandra hat in Neumanns Restaurant ein Praktikum gemacht. Als Fachkraft im Gastgewerbe hat sie dabei unter anderem Servieren, Bedienung, Zubereiten kleiner Speisen sowie Pflegen und Reinigen der Arbeitsmittel kennengelernt. Vor allem die Arbeitszeiten spät abends und am Wochenende sollten Bewerber bedenken – die machen einigen zu schaffen.

Dafür bietet die Gastronomie aber auch die Möglichkeit, auf Kreuzfahrtschiffen und in Restaurants weltweit zu arbeiten – ein zusätzlicher Sprachkurs kann also nicht schaden.

1.668 € brutto verdient ein/e gelernte/r Restaurantfachfrau/-mann durchschnittlich, abhängig von der Branche und zuzüglich Trinkgeld

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Interview

Nicole Kubisz

Frage: Welche Ausbildungsberufe können junge Menschen beim DJH Resort erlernen?

Nicole Kubisz: Bei uns im Hause bilden wir zur/m Köchin/Koch, zur/m Hotelfachfrau/-mann oder zur/m Kauffrau/-mann im Tourismus aus. Außerdem gibt es Möglichkeiten, dual zu studieren. Wir freuen uns, wenn wir jungen Menschen die Chance auf einen Start ins Berufsleben geben können.

Frage: Worauf achten Sie bei Bewerbungen?

Kubisz: Dass der Lebenslauf vollständig ist und das Anschreiben überzeugt, etwa indem der Bewerber seine Stärken und Schwächen schildert. Außerdem sollte der Wunsch, in der Gastronomie zu arbeiten, spürbar sein. Deshalb ist ratsam, Praxiserfahrungen zu sammeln: Wer bereits ein Praktikum in der Gastronomie absolviert hat, weiß in der Regel, welche Vor- und Nachteile das Arbeiten in dieser Branche mit sich bringt.

Frage: Womit macht sich wiederum das DJH Resort attraktiv für Bewerber?

Kubisz: Weiterbildung liegt uns sehr am Herzen, weil wir junge Menschen dabei unterstützen möchten, ihre Potenziale zu fördern. Daher können sich unsere Auszubildenden auch in anderen Betrieben umsehen – zum Beispiel in einer Sterne-Küche in Berlin. Außerdem stellen wir den Auszubildenden ein Auto bereit, das für Fahrten zur Schule und auch privat genutzt werden kann, und bieten ihnen Zimmer zu sehr günstigen Mietkonditionen an.

Beispielberufe

Leidenschaft für Eis; Spaß am Kellnern und am Dekorieren; Experimentierfreudigkeit; Genauigkeit bei der Einhaltung von Sauberkeits- und Hygienevorschriften; Stressresistenz; kein Problem mit Wochenendschichten

kulinarische Kreativität: ständiges Ausprobieren neuer Rezepte; viel Kundenkontakt bei Anstellung in (Eis-)Cafés, Restaurants und Konditoreien; Möglichkeit der Selbstständigkeit mit eigenem Eiscafé

3 Jahre

verantwortungsvoller Beruf: Kennenlernen des Alltags und der Abläufe im Hotel; Unterscheidung von Geschäftsreisen und Urlaubstrips; Planung von Freizeitprogrammen im Hotel; Arbeit an der Rezeption und in der Küche; Umgang mit den Gästen und Lieferanten

Interesse für den Hotelalltag, seine kaufmännischen Prozesse und organisatorischen Abläufe; mittlerer Schulabschluss; Freude an Fremdsprachen; Mathematikkenntnisse bspw. für Gehaltsabrechnungen; Service- und Kundenorientierung; Bereitschaft zu Schichtdienst.

Nach der Ausbildung als Assistentin für Tourismus und Hotelmanagement hast du die Möglichkeit, an einer Fachhochschule zu studieren. Dort könntest du beispielsweise einen Bachelor in Hotelmanagement oder im Bereich Tourismus erwerben. Das steigert nicht nur das Gehalt, was du erwarten kannst, sondern auch deine Chance auf eine gute Position in einem Unternehmen

3 Jahre

Zahlen und Fakten

41,3 Millionen Übernachtungen zählte Niedersachsen 2015 und belegte damit Platz 4 unter den Bundesländern

Etwa 120.000 Personen leben in Niedersachsen allein vom Gastgewerbe.

Knapp 62 Prozent der Deutschen ist der Aufenthalt am Meer am wichtigsten beim Urlaubmachen.