Handwerk
99 Prozent? Reichen nicht!

Höchste Präzision ist bei Bauteilen immer gefragt, insbesondere in der Luft- und Raumfahrtbranche. Für diesen Industriezweig arbeitet auch das Unternehmen Deharde Maschinenbau in Varel.

Wer bei Deharde Maschinenbau eine Ausbildung machen will, stellt sich den hohen Ansprüchen von Hans-Ulrich Meier, Manager der Abteilung Human Resources. „99 Prozent zu geben reicht bei uns nicht.“ Das hat auch Merlin in drei Jahren Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker erfahren – doch die millimetergenaue Arbeit, etwa beim Fräsen eines komplexen Bauteils, ist genau das, was ihn reizt: „Die einzelnen Bearbeitungsschritte bis ins Detail zu kontrollieren macht mir Spaß“, erzählt der 21-Jährige. Jede Abweichung kann zu fatalen Folgen führen.

Darum werden Azubis bei Deharde eng begleitet, jeder bekommt einen Paten zur Seite gestellt. Neben dem Durchlaufen der unterschiedlichen Stationen sorgt auch der unternehmensinterne Unterricht für die umfangreiche fachliche Ausbildung.

Auch Weiterbildung ist ein zentrales Anliegen des Unternehmens: „Uns ist wichtig, dass sich junge Menschen weiterentwickeln können – sie sollen es sogar“, unterstreicht Meier. Und das Beispiel Zerspanungsmechaniker zeigt: Das Handwerk hat hohes Entwicklungspotenzial, es meint längst nicht mehr „nur“ Holz- und Schmiedearbeiten. Auch hier haben Computer und Digitalisierung einen immer höheren Stellenwert.

zwischen € 2.300,- und € 2.600,- verdient ein gelernter Zerspanungsmechaniker monatlich

Interview

Jacinta Stührenberg (2. v.l.)

Frage: Was ist der Reiz des Berufes „Maler und Lackierer“?

Stührenberg: Wer sich auf die Ausbildung einlässt, lernt handwerkliches Geschick für das ganze Leben. Es ist ein sehr weitreichendes, vielseitiges Gewerk ist, welches sich im stetigen Fortschritt befindet. Ständig werden neue Techniken, Verfahren und Anforderungen entwickelt. Jeder neue Auftrag bietet eine individuelle Aufgabe, die es mit Kreativität und Fleiß zu bewältigen gilt.

Frage: Wie begeistern Sie junge Menschen für eine Ausbildung bei Art-Color?

Stührenberg: Wir stehen als Firma regional und überregional für erstklassige Arbeit, die einen Wiedererkennungswert hat. Davon profitieren auch angehende Maler und Lackierer. Außendarstellung ist uns sehr wichtig und dazu gehört ein guter Ruf nicht nur gegenüber potenziellen Kunden, sondern auch zukünftigen Kollegen und Lehrlingen.

Frage: Wie sehen die Übernahmechancen in Ihrem Betrieb aus?

Stührenberg: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Kollegen. Und wer sich im Betrieb einbringt, Motivation und handwerkliches Geschick mitbringt, wird auch nach der Ausbildung als Geselle weiterbeschäftigt. Viele in unserem Team haben ihre ersten beruflichen Schritte bei ART Color gemacht.

Beispielberufe

Fachwissen zu Holz und dessen Verarbeitung, aber auch das Arbeiten mit vielen verschiedenen anderen Werkstoffen wie bspw. Metall, Glas ,Kunststoff , Farben oder Lacken; Vielseitiges Arbeitsspektrum: Entwurf und Gestaltung, Konstruktion und Herstellung von einer breiten Palette unterschiedlicher Produkte

sorgfältiges Arbeiten unter Berücksichtigung von holztechnischen und gestalterischen Ansprüchen; mathematische Kenntnisse und räumliches Vorstellungsvermögen; Kundenorientierung; Kreative Ader beim Entwerfen von Skizzen und Entwürfen

Wenn du dich als Geselle im Tischlerhandwerk weiterbilden möchtest, stehen dir drei Aufstiegsfortbildung offen, die du, falls notwendig, auch auf Teile der Meisterprüfung anrechnen lassen kannst: geprüfter Kundenberater/geprüfte Kundenberaterin, geprüfter Fertigungsplaner/geprüfte Fertigungsplanerin und geprüfter Fachbauleiter/geprüfte Fachbauleiterin.

3 Jahre

Expertise zu allem rund um die Verwendung von Farben und Lacken; Kreative Tätigkeit: Für das Anbringen von Ornamenten müssen spezielle Schablonen hergestellt werden; ständige Weiterbildung in der Verarbeitung verschiedener Werkstoffe und der Lackiertechniken.

: Präzises Arbeiten beim Versiegeln von Hohlräumen, Konservieren der Oberflächen, Schleifen und Grundieren sowie dem Auftragen der Lackschichten; Geschick bei der (De-)Montage von Bauteilen;  Spaß an gutem Service für die Kunden; Sinn für Ästhetik; IT-Kenntnisse für die Nutzung von computergesteuerten Lackierstraßen 

Neben der Mitarbeit als Geselle in einem Betrieb kannst Du durch ein umfangreiches Fortbildungsangebot zum Meister aufsteigen. Neben den Lehrgängen der Berufsorganisation kannst Du zwischen Berufsakademien, Meister- oder Fachhochschulen wählen, um auf der Leiter zum Erfolg weiter zu kommen.

3 Jahre

Zahlen und Fakten

18.811 Auszubildende lernen derzeit den Beruf des Bäckers.

Im Jahr 2014 erreichte der Umsatz in Deutschlands Handwerk rund 533 Milliarden Euro.

20.665 Ausbildungsbetriebe zählte das niedersächsische Handwerk im Jahr 2015.